Gewerberaum mieten

Wer sich selbstständig macht oder ein Unternehmen gründet, macht selten seine Privaträume zu Geschäftsräumen. Doch Gewerbeimmobilien anzumieten folgt anderen Bedingungen als jenen auf dem Privatwohnungsmarkt.

Vermieter und Mieter sind bei Gewerbeimmobilien relativ frei, wie der Mietvertrag gestaltet werden darf. Was darin steht, gilt. Gesetzliche Vorschriften, die einzuhalten wären, gibt es nicht. Zum Beispiel ist die Höhe der Miete, aber auch die Mietkaution frei verhandelbar, da ein offizieller Mietspiegel wie bei privaten Wohnungen nicht veröffentlicht wird. Hilfestellung bieten Makler, die örtliche Industrie- und Handelskammer oder Preisvergleiche im Internet.

Gewerbeimmobilien vor Anmietung sorgfältig besichtigen

Bevor man den Gewerberaum oder die Bürofläche mietet, sollte eine gründliche Begehung der Immobilie erfolgen. Zu beachten sind:

  • Größe der zur Verfügung stehenden Fläche

  • Ausstattung und Infrastruktur (Stromversorgung, Sanitäranlagen, Lichtverhältnisse etc.)

  • Standort und Erreichbarkeit für Mitarbeiter/Lieferanten/Kunden

  • Miet- und Betriebskosten

Im Gewerbemietvertrag wird das Mietobjekt genau beschrieben: Lage, Größe und Ausstattung; und auch, welche Räume und Flächen der Mieter überdies nutzen darf, beispielsweise Außenflächen, die sich für Werbung eignen. Ebenso werden Umbau- und Sanierungsmaßen, die der Mieter auf eigene Kosten durchführen will, in der sogenannten Mietanpassungsklausel festgehalten. Neben der Höhe der Gewerberaummiete wird hier auch die Kündigungsfrist (3 bis 6 Monate) festgehalten.

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Wer Gewerberäume mietet, sollte auf Mietzweck und Konkurrenzschutz achten

Unternehmer, die einen Gewerberaum mieten, sollten zwei wichtige Punkte berücksichtigen:

  • den Mietzweck

  • den Konkurrenzschutz

Der Mietzweck kann weit gefasst sein, zum Beispiel schlicht „gewerbliche Nutzung“. Aber auch berufsspezifische Konkretisierungen („Arztpraxis“) oder spezifischere Beschreibungen sind möglich („Arztpraxis für Zahnheilkunde“). Nach Maßgabe des Mietzwecks verpflichtet sich der Mieter, die Gewerbe- und Büroflächen nur in der beschriebenen Weise zu nutzen. Bestimmte Nebengeschäfte, zum Beispiel der Betrieb eines Labors, können dadurch auch ausgeschlossen werden.

Mit einer Konkurrenzschutzklausel darf der Vermieter einem direkten Konkurrenten des Mieters keine Gewerberäume in demselben Gebäude oder auf angrenzenden Flächen zur Verfügung stellen. Dabei gilt: Je spezifischer der Mietzweck formuliert ist, desto enger kann der Vermieter den Konkurrenzschutz in seinen Gewerbeimmobilien auslegen. Steht im Mietvertrag beispielsweise „Arztpraxis für Zahnheilkunde“, darf er weitere Gewerbeflächen etwa an andere Fachärzte vermieten.

Wer kein ganzes Gewerbeobjet braucht, sondern nur ein einzelnes Zimmer, kann sich z.B. bei einem bestehenden Büro einmieten oder alternativ ein Zimmer der Mietwohnung gewerblich nutzen. Dies lässt sich auch steuerlich geltend machen