Zimmerlautstärke

Das Mietrecht versteht unter „Zimmerlautstärke“, wenn Geräusche bzw. Schallquellen eine Lautstärke haben, die nicht die alltäglich üblichen Wohngeräusche in den angrenzenden Wohnungen übertrifft. Dazu zählen Geräusche wie Musik, Sprache und Elektrogeräte, aber auch übermäßig lautes Getrampel, Möbelrücken oder Haustiere.

Wann ist ein Geräusch noch Zimmerlautstärke?

Zimmerlautstärke bedeutet nach obiger Definition also nicht, dass ein Geräusch überhaupt nicht in den angrenzenden Räumen zu hören sein darf. Aber wann wird aus einem Geräusch eine Lärmbelästigung für Nachbarn? Rechtlich ist das folgendermaßen definiert: Im Mietrecht heißt es, dass ein Geräusch nicht mehr als Zimmerlautstärke zu bezeichnen ist, wenn es deutlich wahrnehmbar in der Nachbarwohnung zu hören ist. Das liegt allerdings im Ermessen des Einzelnen und ist nicht unbedingt anhand von Dezibel-Werten fassbar. Zwar wird ein Schalldruckpegel von 30 bis 40 dB(A) im Empfangsraum als Orientierung genannt, jedoch können bereits niedrigere Werte als Ruhestörung gelten, wenn sie als solche empfunden werden.  

wohnung ruhezeit
Lärmschutz in der eigenen Wohnung

Zimmerlautstärke ab wann?

Insbesondere gilt es, den alltäglichen Lärm in der Wohnung während der Ruhezeiten zu reduzieren. Diese gelten, sofern nicht anders in der Hausordnung festgelegt, in aller Regel zu folgenden Zeiten:

  • Nachtruhe: ca. 22 Uhr bis 6 Uhr

  • Mittagsruhe: ca. 13 Uhr bis 15 Uhr

  • Sonn- und Feiertage: ganztags

Einzelne Gemeinden können abweichende Regelungen haben. Ob für Ihre Wohnung dieselben Ruhezeiten gelten, können Sie im Zweifelsfall bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt oder der Umweltbehörde erfragen.

Verstöße gegen die allgemeinen Ruhezeiten können mit einem Bußgeld belegt werden. Verstößt der Mieter gegen die im Mietvertrag festgelegten Ruhezeiten, kann es zur Abmahnung und sogar zur Kündigung des Mietverhältnisses kommen.