Schönheitsreparaturen

Als Schönheitsreparaturen bezeichnet man optische Verbesserungen eines Wohn- oder Gewerberaums mit einfachen Mitteln sowie Kleinreparaturen, die das Aussehen der Räumlichkeiten verbessern.

Unter Schönheitsreparaturen fallen zum Beispiel:

  • Tapezieren oder Streichen der Wände und Decken

  • Streichen der Fußböden, Teppichreinigung

  • Streichen der Heizkörper und Heizrohre

  • Streichen der innenliegenden Türen und Fensterseiten

  • Beseitigen von Dübeln und Bohrlöchern

Wer ist zuständig für die Schönheitsreparaturen?

Sofern im Mietvertrag nicht anders geregelt, ist der Vermieter per Gesetz (§ 535 Abs. 1 und § 538 BGB) dazu verpflichtet, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Sie gehören zu den allgemeinen Instandhaltungsmaßnahmen.

Allerdings ist es dem Vermieter möglich, diese Pflicht an den Mieter zu übertragen. Dies muss schriftlich im Mietvertrag festgehalten werden. Aber Achtung: Nicht immer ist diese Renovierungsklausel gültig. Formulierungen, die für die Schönheitsreparaturen starre Fristen vorgeben, können in vielen Fällen vom Mieter angefochten werden. Ausschlaggebend ist vielmehr der Zustand der Mietsache und nicht ein mehr oder weniger willkürlich bestimmter Zeitrahmen.

Schönheitsreparaturen: Streichen der Wände
Schönheitsreparaturen in der Wohnung vornehmen

Welche Schönheitsreparaturen sind bei Auszug fällig?

Sofern er die Wohnung in renoviertem Zustand übernommen hat, ist der Mieter bei Auszug verpflichtet, die Wohnung in wiedervermietbarem Zustand zu übergeben. Ist die Wohnung in gutem Zustand, muss nicht renoviert werden. Wurde die Wohnung unrenoviert übernommen, ist sie lediglich besenrein zu hinterlassen.

Wurde die Durchführung von Schönheitsreparaturen auf wirksame Weise vertraglich an den Mieter übertragen, hat er diese sorgfältig zu erledigen. Er ist aber nicht per se verpflichtet, einen Fachmann zu beauftragen, wenn er die Arbeiten zufriedenstellend selbst erledigen kann. Das Weißen der Wände bei farbig gestrichenen Räumen kann vom Vermieter nicht eingefordert werden.

Der Mieter ist dagegen verpflichtet, Schäden, die über die normale Abnutzung der Mietsache hinausgehen, vor Auszug zu beseitigen. Dazu gehören zum Beispiel gesprungene Fliesen und Fenster, selbst vorgenommene Einbauten, Beschädigungen an vom Vermieter bereitgestellten Einbauten und Geräten.

Wurden die wirksam auf den Mieter übertragenen Schönheitsreparaturen nicht oder mangelhaft ausgeführt, ist der Vermieter berechtigt, die Mietkaution in Höhe des ihm entstehenden Kostenaufwands bei deren Durchführung einzubehalten.

Wurden die eventuell anfallenden Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung durchgeführt, steht dem Umzug nichts mehr im Wege.