Schutz vor Einbruch: So sichern Sie Ihr Zuhause richtig

Alle 3 Minuten wird in Deutschland in ein Haus oder eine Wohnung eingebrochen. Oft haben die Täter leichtes Spiel. Dabei senkt der richtige Einbruchschutz das Risiko.

Zu den Mythen rund um Wohnungseinbrüche gehört, dass die Täter vor allem nachts oder im Sommerurlaub kommen – beides stimmt nicht: Die meisten Einbrüche erfolgen tagsüber, wenn die Bewohner auf der Arbeit sind, oder auch samstags, während die Familie unterwegs ist. Und besonders viele Einbrecher nutzen in der Zeit zwischen Dezember und April die frühe Dunkelheit ab den Nachmittagsstunden aus. Ein guter Einbruchschutz ist also das ganze Jahr über notwendig.

Warum Sie Ihre Wohnung sicherer machen sollten

Rund 167.000 Wohnungseinbrüche zählte die Polizei im Jahr 2015 in Deutschland, 10 Prozent mehr als im Jahr davor. Gestohlen werden Bargeld und Schmuck, Laptops und Tablets, Spiegelreflexkameras und Pkw-Schlüssel. Im Durchschnitt hat die Beute einen Wert von rund 3.300 Euro. Neben dem materiellen Schaden drohen den Opfern auch psychische Folgen: Schock, Verunsicherung, Angstgefühle. Manche können monatelang nicht schlafen, andere müssen gar die Wohnung kündigen und ausziehen.

Einbruchschutz für Fenster und Türen erforderlich

Es gibt keine absolute Sicherheit, Einbrecher können sich mit der nötigen Gewalt oder ausreichend Zeit Zutritt zu jeder Wohnung verschaffen – doch je gewaltsamer sie dabei vorgehen müssen und je länger sie dafür brauchen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie entdeckt werden.  Einbrecher benötigen übrigens häufig nur einfache Werkzeuge wie Schraubendreher oder Brecheisen, denn sie profitieren von Schwachstellen: einem mangelnden Einbruchschutz an der Haustür, an der Terrassentür, an den Fenstern. Gelangen Einbrecher nach 5 Minuten nicht in die Wohnung, geben sie ihr Vorhaben meist auf. Daher bietet eine technische Grundsicherung an allen Zugängen einen wirksamen Schutz vor Einbrüchen:

 

So schützen Sie sich vor Einbruch
  • Fenster und Terrassentüren mit einbruchshemmenden Pilzkopf-Zapfen und passenden Beschlägen
  • moderne Außentüren mit abgedecktem Schließzylinder und verlängerten Schließblechen
  • Querriegelschlösser oder Panzerriegel über die gesamte Breite an Nebentüren
  • fest verankerte Gitter vor Keller- und Lagerraum-Fenstern

Nicht nur mechanischer Einbruchschutz zählt – Tipps für richtiges Verhalten

Der klügste Einbruchschutz an Türen und Fenstern ist nichts wert, wenn das Verhalten der Bewohner nicht ebenso überlegt ist. Dazu gehört, immer alle Fenster zu schließen und die Wohnungstür richtig zuzusperren – auch wenn man nur kurz den Müll wegbringt. Gekippte Fenster und lediglich zugezogene Haustüren sind für Einbrecher leicht zu überwinden. Auch die Hausratversicherung kann ein derartiges Verhalten als „grob fahrlässig“ bewerten – und im Schadenfall einen Teil der Entschädigung kürzen.

Burglarproof your house

Nach Angaben der Polizei passieren drei von vier Wohnungseinbrüchen in Mehrfamilienhäusern und Mietwohnungen. Daher sollten Sie vorsichtig sein, wenn ein Unbekannter bei Ihnen klingelt und ins Treppenhaus gelassen werden will.

Auch in der Urlaubszeit kann man Einbrüchen vorbeugen

  • Veröffentlichen Sie keine Urlaubs-Posts in sozialen Netzwerken
  • Hinterlassen Sie keine Abwesenheitsnotiz auf dem Anrufbeantworter
  • Erwecken Sie mithilfe einer Zeitschaltuhr und/oder eines TV-Simulators den Eindruck, jemand sei zu Hause.
  • Bitten Sie einen Nachbarn, regelmäßig den Briefkasten zu leeren und nach dem Rechten zu sehen.