Untermietvertrag: Damit es mit dem Untermieter klappt

Sie wollen für längere Zeit ins Ausland gehen, ziehen berufsbedingt in eine andere Stadt oder haben sich von Ihrem Partner getrennt, mit dem Sie zuvor zusammengewohnt hatten – doch was passiert jetzt mit Ihrer Wohnung? Sie müssen Ihre eigenen vier Wände nicht unbedingt kündigen, sondern oft haben Sie die Möglichkeit, einzelne Räume unter zu vermieten. Damit es zwischen Hauptmieter und Untermieter keine Probleme gibt, sollten Sie einen Untermietvertrag abschließen.

Was muss man bei der Untervermietung beachten?

Sie können Ihre Wohnung auf unterschiedliche Art und Weise untervermieten. Je nach Situation kann die Vermietung befristet oder unbefristet sein und sich auf mehrere Räume der Wohnung beziehen oder nur auf ein einzelnes Zimmer, das Sie nicht selbst nutzen – zum Beispiel im Falle einer WG. Sie können auch Ihre gesamte Wohnung einem Untermieter überlassen. Egal wie Sie Ihre Wohnung untervermieten möchten: Ihr Vermieter ist in jedem Fall über die geplante Untervermietung zu informieren.

Der Vermieter muss Ihrem Vorhaben nach § 540 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zustimmen. Berechtigte Gründe für eine Untermietung sind zum Beispiel:

  • Auszug des bisherigen Mitbewohners, des ehemaligen Partners oder der Kinder
  • Vorübergehender, aber längerer Aufenthalt in einer anderen Stadt oder einem anderen Land
  • Finanzielle Schwierigkeiten, zum Beispiel wenn man auf einmal weniger verdient

Der Vermieter hat ein Anrecht darauf zu erfahren, wer der Untermieter ist. Informieren Sie den Vermieter nicht oder untervermieten Sie, obwohl der Vermieter Ihnen dies untersagt hat, darf er Ihnen kündigen.

1. Erlaubnis für die Untervermietung beantragen

Den Untermietvertrag vorher genehmigen lassen

2. Mit Untermietvertrag absichern

Den richtigen Untermietvertrag aufsetzen

3. Wohnung oder Zimmer untervermieten

Einen geeigneten Untermieter finden

Untermietvertrag: Vorlage verwenden

Hat Ihnen der Vermieter die Erlaubnis für die Untervermietung erteilt, sollten Sie mit dem Untermieter einen Untermietvertrag abschließen. Dieser regelt das Mietverhältnis. Muster für einen Untermietvertrag finden Sie im Internet. Der Mietvertrag sollte Folgendes enthalten:

  • Name von Hauptmieter und Untermieter
  • Genaue Adresse der Wohnung
  • Welche Räume werden dem Untermieter überlassen, welche Räume werden gemeinschaftlich genutzt
  • Höhe der Miete, der Nebenkosten und der Mietkaution (Mietkaution)
  • Beginn des Mietverhältnisses
  • Bei befristetem Mietverhältnis: Ende des Mietverhältnisses
  • Bei unbefristetem Mietverhältnis: Informationen zur Kündigung und Kündigungsfristen
  • Bei Bedarf: Regelung zu Abstandszahlungen (z.B. für bestehende Möbel)

Untermietvertrag: Was bei der Kündigung beachtet werden sollte

Befristete Untermietverhältnisse enden zu dem im Untermietvertrag angegebenen Termin. Bei unbefristeter Untervermietung der gesamten Wohnung gilt die reguläre Kündigungsfrist von drei Monaten. Der Hauptmieter darf dem Untermieter nur aus berechtigten Gründen kündigen, zum Beispiel weil er nunmehr einen Eigenbedarf hat und das Zimmer oder die Wohnung selbst wieder bewohnen möchte.

Wird nur ein einzelnes Zimmer vermietet, greift die erleichterte Kündigung nach § 573a des BGB. Sie dürfen auch ohne Begründung kündigen, müssen dafür aber eine verlängerte Kündigungsfrist von sechs Monaten in Kauf nehmen. Mit einer berechtigten Begründung sind es wie üblich drei Monate Kündigungsfrist. Bei möblierten Zimmern gilt eine Ausnahmeregelung: Sie können dem Untermieter bis zum 15. eines Monats ohne Begründung kündigen. Er muss dann zum Ende des gleichen Monats ausziehen.