Müll trennen: Abfall in der richtigen Tonne entsorgen

Die Abfalltrennung kann schnell zur Wissenschaft werden: Was gehört in die Papier-, was in die Biotonne? Auch im Restmüll darf nicht alles landen, manches muss man als Sonder- oder Sperrmüll entsorgen.

51.100.000.000 Kilogramm – umgerechnet 51,1 Millionen Tonnen – Hausmüll entstehen jedes Jahr in Deutschland. Macht pro Bundesbürger 637 Kilogramm an Staubsaugerbeuteln, Windeln, Eierschalen, Dosen, Zeitungen, Weinflaschen und Elektroschrott. Das kann nicht alles in der Müllverbrennungsanlage landen, sondern sollte bestmöglich recycelt werden. Oft ist sofort klar, wie der Müll zu trennen ist. Doch manchmal fällt es selbst routinierten Sortierern schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir geben Tipps, wie Sie Ihren Müll bestmöglich entsorgen.

Was gehört in die Papiertonne?

  • Verpackungen aus Papier und Karton
  • Zeitungen, Zeitschriften, sonstige Illustrierte
  • Bücher
  • Kataloge und Werbeprospekte
  • Schreibhefte und Ordner aus Hartpappe
  • Briefumschläge, Versandkartons
  • Eierkartons, einfaches Geschenkpapier

Nicht in die Papiertonne gehören beschichtete Papierverpackungen, zum Beispiel leere Getränkekartons oder Tütensuppen. Sie wandern in den Gelben Sack. Fotopapier und generell stark verschmutztes Papier werden über den Restmüll entsorgt.

Was gehört ins Altglas?

  • Wein-, Sekt- und Schnapsflaschen
  • Marmeladen- und Konservengläser
  • Senfgläser
  • Parfümflakons

 

                                                                                    

Müll richtig trennen leicht gemacht

Getrennt wird nach Farbe: Als Weißglas zählen alle farblosen Gläser, als Braunglas alle Gläser mit bräunlicher Färbung. Zum Grünglas gehören nicht nur grüne Gläser und Flaschen, sondern auch alle weiteren Farben, etwa Blau. Trinkgläser – zum Beispiel Wein-, Schnaps- oder Saftgläser – gehören wegen des höheren Schmelzpunktes nicht ins Altglas, sondern in die Restmülltonne.

Was gehört in die Biotonne?

  • Kaffeesatz/Kaffeefilter, Teebeutel/Teeblätter
  • Eierschalen, Nussschalen
  • Obst-, Salat- und Gemüsereste (roh!)
  • Topfpflanzen und Schnittblumen
  • Laub, Moos, kleinere Gartenabfälle
  • Rasenschnitt, Zweige, Astschnitt

Über die Biotonne lässt sich grundsätzlich jeder kompostierbare Abfall entsorgen, doch es gibt Ausnahmen: Die Reste gekochter Speisen sowie Knochen und Gräten bringt man zur Restmülltonne. 

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Waste separation the right way
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Was gehört in den Gelben Sack?

  • Plastiktüten, Blister, CD- und DVD-Hüllen und andere Verpackungen aus Kunststoff
  • Einweggeschirr, Alu- und Frischhaltefolien
  • Pfandfreie Getränkeflaschen, Getränkekartons, Tütensuppen
  • Schraubdeckel von Glasflaschen und Konservengläsern
  • Konservendosen, Joghurtbecher
  • Vakuumverpackungen
  • Verpackungen aus Schaumstoff oder Styropor
  • Leere Spraydosen, Zahnpastatuben, Dosen für Rasierschaum und Rasiergel
  • Flaschen für Waschmittel, Duschgel und Haarwaschmittel

Die leeren Verpackungen müssen nicht ausgespült werden, sollten aber „restentleert“ sein. Das heißt: Es reicht, wenn der Joghurtbecher mit dem Löffel ausgekratzt wird.

Was gehört in die Restmülltonne?

  • Staubsaugerbeutel, Kehricht, Katzenstreu
  • Frittierfett, Knochen, Gräten, gekochte Speisen
  • Porzellan, Trinkgläser, Spiegel
  • Windeln, Hygieneartikel, Binden, Feuchttücher, Wattebäuschchen
  • Glühbirnen, Kerzen
  • Asche (kalt!), Zigarettenkippen
  • Stoffreste, Gummi, Fahrradschläuche
  • Fotopapier, stark verschmutztes Papier

Batterien müssen in speziellen Rücknahmeboxen entsorgt werden, die in allen Supermärkten, Baumärkten und Drogerien zu finden sind. Energiesparlampen werden im Handel ebenfalls an entsprechenden Sammelstellen angenommen. Alte Elektrogeräte wie CD-Player, Waschmaschinen oder Kühlschränke müssen zu einem Wertstoffhof gebracht werden.

Alternativ kann man Elektroaltgeräte – genauso wie Möbel, Matratzen oder Heizkörper – als Sperrmüll anmelden. In vielen Kommunen wie Rostock oder Recklinghausen ist die Sperrmüllentsorgung einmal pro Jahr kostenfrei möglich. Andernorts, zum Beispiel in Berlin, muss man dagegen eine Gebühr bezahlen.

So wird Müll richtig getrennt