Steuertipps für Mieter

Als Mieter können Sie kräftig Steuern sparen. Denn bestimmte Ausgaben fürs Zuhause dürfen Sie dem Finanzamt gegenüber geltend machen.

Betriebskostenabrechnung

Geltend gemacht werden können Beschäftigungen und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt stehen. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für

  • den Hausmeister,
  • den Winterdienst,
  • die Pflege der Außenanlagen,
  • die Reinigung von Treppen und Fluren,
  • die Wartung der Aufzugsanlage,
  • die Wartung der Heizungsanlage,
  • die Reinigung des Schornsteins.

Wie viel Sie für die einzelnen Posten bezahlen, sollte aus der Betriebskostenabrechnung hervorgehen. Der Vermieter darf bei den Betriebskosten nicht nur die Gesamtsumme ausweisen, sondern muss für jede Mietpartei den individuell zu zahlenden Anteil angeben. Als Mieter dürfen Sie dann 20 Prozent des jeweiligen Betrages bei der Steuererklärung geltend machen. Es zählen die Arbeits-, Maschinen- und Fahrkosten, inklusive der jeweiligen Umsatzsteuer. Materialkosten, zum Beispiel ausgetauschte Filter der Heizungsanlage, dürfen nicht berücksichtigt werden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Wer eine Haushaltshilfe beschäftigt, sich von einem Dienstleister die Fenster putzen lässt oder für die Renovierung eines Zimmers eine Malerfirma engagiert, kann als Mieter dies ebenfalls von der Steuer absetzen. Auch hierbei zählen allein die Arbeits- und Fahrkosten. Pro Jahr können 6.000 Euro für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass Sie die Summen nicht bar bezahlt, sondern überwiesen haben. Da auch hier 20 Prozent berücksichtigt werden, können Mieter den Steuerbetrag maximal um 1.200 Euro senken.

Mit unseren Tipps sparen Mieter Steuern

Ziehen Sie aus privaten Gründen um, können Sie die Kosten dafür im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen geltend machen. Anders verhält es sich, wenn der Umzug berufliche Gründe hat, zum Beispiel, weil Sie den Arbeitsort wechseln oder sich der Arbeitsweg dadurch um mehr als eine halbe Stunde verkürzt. Ausgaben für diesen Umzug – doppelte Mietzahlungen für die alte Wohnung bis zu sechs Monate, Speditionskosten etc. – können Sie als Werbungskosten geltend machen. Zudem dürfen Sie eine Umzugskostenpauschale von 764 Euro (Verheiratete: 1.528 Euro) ansetzen.

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Arbeitszimmer steuerlich geltend machen

Wenn Sie von zuhause aus arbeiten, können Sie Kosten für das Arbeitszimmer als Werbungskosten von der Steuer absetzen. In welcher Höhe Mieter dann Steuern sparen, hängt davon ab, wo sich das Zimmer befindet und in welchem Umfang es genutzt wird. Beim „außerhäuslichen Arbeitszimmer“ dürfen alle Ausgaben für das Arbeitszimmer – sowohl Miete als auch Betriebskosten – von der Steuer abgesetzt werden.

Etwas problematischer ist ein „häusliches Arbeitszimmer“, das sich innerhalb der Wohnung befindet. Zunächst müssen Sie den Anteil des Arbeitszimmers an der gesamten Wohnfläche berechnen, denn Miet- und Betriebskosten dürfen nur anteilig zu diesem Prozentsatz berücksichtigt werden. Die Finanzämter haben strenge Kriterien festgelegt, die ein häusliches Arbeitszimmer erfüllen muss:

  • Die Nutzung ist fast ausschließlich beruflicher Natur.
  • Die Einrichtung entspricht den Arbeitsaufgaben.
  • Es besteht eine räumliche Trennung von der übrigen Wohnung.
  • Trotz Arbeitszimmer ist ausreichend Wohnfläche vorhanden.

Stellt das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt Ihrer beruflichen Tätigkeit dar, dürfen Sie alle anteiligen Kosten in voller Höhe von der Steuer absetzen. Haben Sie bei Ihrem Arbeitgeber einen weiteren Arbeitsplatz, dürfen Sie maximal 1.250 Euro geltend machen.

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