Wohnungsübergabe: Worauf muss ich achten?

Die alte Wohnung gekündigt, die Kisten gepackt, der Umzug steht kurz bevor. Nun muss man noch mit dem Vermieter eine Wohnungsübergabe vereinbaren. Mit unseren Tipps vermeiden Sie die häufigsten Probleme beim Ein- und Auszug.

Beim Einzug in die neue Wohnung nehmen viele Mieter die Wohnungsübergabe nicht ernst genug. Sie waren ja bei der Besichtigung schon einmal vor Ort, was soll sich seitdem geändert haben? Dabei sollten sich die neuen Mieter ruhig etwas Zeit lassen und die Wohnung genauer als beim ersten Mal in Augenschein nehmen. Denn erst dann fallen bestimmte Mängel überhaupt auf, zum Beispiel ein tropfender Wasserhahn, klemmende Rollläden oder lose Stellen im Parkett.

Bei Einzug schützt Wohnungsübergabeprotokoll vor Ärger

Für eine geordnete Wohnungsübergabe bietet sich ein schriftliches Protokoll an. Die Anfertigung ist nicht vorgeschrieben, doch ein Protokoll bietet sowohl Mietern als auch Vermietern Sicherheit, denn es wird schriftlich dokumentiert, in welchem Zustand die Wohnung übergeben wurde. Im Übergabeprotokoll werden die festgestellten Mängel sowie Vereinbarungen zu ihrer Behebung aufgeführt. Am besten geht man bei hellem Tageslicht mit dem Vermieter Raum für Raum durch und hält alle Mängel schriftlich fest. Achten Sie auf:

  • elektrische Installationen
  • Fenster
  • Fußböden
  • Tapeten und Farbanstriche
  • sanitäre Anlagen
  • Fliesen
  • Schimmelbildung

 

                                                                                                        

                                Zum Wohnungsübergabeprotokoll

 

Mit ihrer Unterschrift erkennen beide Parteien die Richtigkeit der festgehaltenen Punkte an. Auch bezüglich der Frage, wer welchen Mangel zu beheben hat, besteht dann Sicherheit. Der Vermieter darf vom Mieter keinen Schadenersatz für Mängel fordern, die bereits beim Einzug bestanden. Im Gegenzug verzichtet der Mieter, später eine Mietminderung geltend zu machen. Er ist dann auch für alle Schäden verantwortlich, die nach dem Einzug entstanden sind.

Nach Auszug mit Wohnungsabnahmeprotokoll auf der sicheren Seite sein

Zwei Wochen vor dem Umzug kann man bereits eine erste Wohnungsabnahme arrangieren, um festzulegen, welche Arbeiten erledigt werden müssen. Normale Gebrauchsspuren, zum Beispiel auf dem Parkett, muss der Vermieter hinnehmen. Vom Mieter verursachte Schäden, etwa eine gesprungene Fliese im Bad, dagegen nicht. Zudem kommen Sie als Mieter um bestimmte Schönheitsreparaturen kaum herum:

  • Bohrlöcher und Risse in den Wänden schließen
  • Bunte Wände in neutralen oder hellen Farben streichen
  • Eventuell Heizkörper lackieren
  • Eventuell Innentüren, Holzfenster und Außentüren von innen streichen
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Für alle Schäden, die der Mieter noch reparieren (lassen) muss, vereinbart man eine angemessene Frist, beispielsweise zwei oder drei Wochen. Danach findet zusammen mit dem Vermieter oder einem Beauftragten, zum Beispiel dem Hausmeister, die endgültige Abnahme statt. Hierfür sollte die Wohnung besenrein sein. Auch in dieser Situation sollten Sie auf einem Wohnungsübergabeprotokoll bestehen. In dem Protokoll werden neben dem Zustand der Wohnung auch die aktuellen Zählerstände sowie die zurückgegebenen Schlüssel vermerkt.

Ist alles in Ordnung, sollten Sie Ihre Mietkaution schnell wiedererhalten. Gegebenenfalls behält der Vermieter einen kleinen Teil für die noch offene Abrechnung der Betriebskosten zurück.